Made in Saxony

 
Mit der Installation zum weitgedachten Thema Bekleidung, versinnbildlicht am Damenstrumpf, bespielt die Künstlerin Sara M. T. Richter-Höhlich zum >>Jahrmarkt der Ideen<< drei Bögen der Janssen Fabrik.

Sie spricht damit die einst weltweit höchst angesehene Textilwirtschaft in Chemnitz und Umgebung an und schafft den Kontext der Entwicklung von Wertevorstellungen mit aktuellem und zukünftigen Bezug.

"In der Pause haben wir dann unsere eigenen Strümpfe mit einer individuellen Naht verschönert. Manche Näherinnen haben sich bunte Garne getraut, aber das war mir zu auffällig. Mir hat Schwarz gefallen."                                      Näherin Regina Strupat aus Geyer, um 1948

 

5 Kunststoffbeine mit Handstickerei auf Feinstrümpfen, 2021

"Nur garantiert echt, wenn mit dem Namen >>DIAMANTSCHWARZ Louis Hermsdorf FÄRBER.<< gestempelt."               Werbeplakataufschrift von Louis Hermsdorf Chemnitz Schwarz-Färberei, um 1913

 

schwarzer Feinstrumpf eingespannt zwischen Metallstangen mit Ösen, 2021

"Die Kleidung ist moralisch verschlissen, wenngleich noch lange nicht abgetragen."

 

Mode gestern und heute, Ein kulturgeschichtlicher Abriss

VEB Fachbuchhandel Leipzig 1985, 2. Auflage, S.227

 

eingehülltes Kunststoffbein in schwarzer Kunststofffolie, 2021